Nach langem Warten und Bangen, ob sie nun
wirklich noch ankommen, sind die Hühnchen letzte Woche Mittwoch wie geplant
eingetroffen. Als das Hühnerauto beim Vivero halt machte, war die Aufregung der
Señoritas groß und sie nahmen begeistert ihre Hühnerschar in Empfang. Die
Hühnchen waren zu je 20st in Körbe eingepfercht. Nach der Öffnung dieser
eroberten sie sehr zaghaft ihr neues Zuhause. Alle staunten und schauten.
Danach wurde noch ein Wochenplan erstellt, wer wann für die Fütterung
verantwortlich ist und besprochen, was die Hühnchen zum Überleben und Eierlegen
brauchen. Abgesehen davon, dass letzte Woche das Futter ausging und die
Hühnerschar 2 Tage fasten musste, da die Señoritas nicht wussten, was zu tun
sei, scheint es ganz gut zu funktionieren. =)
Ein weiteres Highlight war der 12. Geburtstag
der Gemeinde, der letztes Wochenende ausgiebigst mit Tanz, Lobpreis,
Riesentorte und kleinen Häppchen, Hauskreispräsentationen, feurigen Worten des
Apostel Dairo, Chance-Theaterstücken und anderen Darbietungen und einem
„Castillo“ (=Feuerwerk, das an einem extra dafür aufgebauten Holzturm
angezündet wird) zelebriert wurde. Nach einigem Durcheinander und hin und her,
führten wir dann am Samstagabend neu eingekleidet mit frisch gefertigten
Hauskreis-T-Shirts unsere You-Tube-Choreografie auf. Und hier könnt ihr uns
bewundern.=)
Auch die Theaterstücke des Chance-Geburtstags
wurden nochmal aus dem Gedächtnis gekramt, geprobt und vorgeführt. Ein Moment
ist mir (Sarah) besonders in Erinnerung geblieben: Nachdem wir vom Chance-Team
unser Stück generalgeprobt haben, schauten wir nach den Kids...es war so
verdächtig still. Und da übte die wilde, ungehobelte Bande doch tatsächlich
auch für sich...in voller Eintracht. Hach...isses nich schön=O).
Hier nun einige Eindrücke vom Samstagabend des
3-Tage-Festes.=)
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| die schicken Schauspieler |
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| kleine Schoenheit aus dem Volke Israel |
Der vergangene Freitag war in Peru ein
Feiertag zur Erinnerung an die Heilige „Santa Rosa“. Was für Heiligkeiten sie
verbrachte, konnten wir leider nicht in Erfahrung bringen. Da sich einige der
Jugendlichen schon seit längerem eine Wanderung zum Kreuz gewünscht hatten,
nutzten wir den freien Tag und stiefelten mit Fernando, Jorgaet, Keiko,
Yaqueline, Rosario und Yenei früh um halb 6 los, um beim Aufstieg nicht
allzusehr in der Sonne schwitzen zu müssen. Der Weg nach oben war ziemlich
anstrengend, besonders auf den letzten Höhenmetern. Die Mädels und Jungs
konnten sich irgendwie nicht auf einen gemeinsamen Weg einigen – wir kannten
den Weg ja nicht – sodass wir am Ende
einfach querbergein auf dem wahrscheinlich steilsten „Weg“ nach oben geklettert
sind. Für die arme Sarah mit ihrer Höhenangst war das natürlich eine enorme
Herausforderung. Und irgendwann kam dann der Punkt, wo es für mich (Sarah)
nicht mehr weiter ging. Ich beschloss zu warten, bis die anderen mich
Angsthasen auf dem Rückweg wieder einsammelten. Doof nur, dass ein anderer Weg
für den Abstieg genommen werden sollte. Schließlich einigten wir uns, dass
Yaqui und Keiko unsere Rucksäcke trugen und Falko der Heldenehemann mich an der
Hand nach oben führt. Uff....was bringt man nicht alles für Opfer...Ca. um 10h
sind wir dann oben angekommen und haben uns erstmal gestärkt, ein bisschen
gespielt und ausgeruht. Nach einigen Meinungsverschiedenheiten darüber, wann
wir den Abstieg wagen, haben wir dann doch noch eine gemeinsame Lösung gefunden
und sind gg. 13h, und damit in ziemlicher Wärme, wieder aufgebrochen. Dreimal
haben wir uns insgesamt mit Sonnencreme eingerieben und wurden so fast von
Sonnenbrand verschont! Gegen 16h sind wir dann wieder in San Luis angekommen,
haben noch ein wenig mit den Eltern gequatscht, bevor wir dann nach Hause und
unter die kalte Dusche (diesmal haben wir uns echt darauf gefreut) gesprungen
sind. Fazit: Es war fürchterlich anstrengend für alle und auch gruppendynamisch
nicht immer leicht, aber wir sind alle heil und gesund und froh (vor allem
Sarah=) wieder unten angekommen. Trotz aller Schwierigkeiten merken wir immer
wieder, wie wichtig es für die Kids ist ihre Wünsche und Vorstellungen ernst zu
nehmen. Sie sind es eher gewohnt, dass viel versprochen, aber nur wenig
realisiert wird, wodurch sie häufig misstrauisch sind. Gerade durch solche
Aktionen wachsen die vertrauensvollen Beziehungen und wir hoffen, dass wir alle
gestärkt aus dieser Erfahrung herausgegangen sind.
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| mit guter Laune rauf auf den Berg |
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| vier der jungen Gipfelstuermer |
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| endlich am Kreuz angekommen |
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| Sarah mit der Stadt im Hintergrund |
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| und beim Abstieg, unweit der Bruecke ueber den Fluss wohnen wir |
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| und von der anderen Seite :) |
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| und so schlimm war es in Wirklichkeit, ein Bild von unserem Zimmer |
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