Mittwoch, 4. September 2013

Hühnerankunft, Kirchengeburtstag und das Kreuz mit dem Kreuz....

Nach langem Warten und Bangen, ob sie nun wirklich noch ankommen, sind die Hühnchen letzte Woche Mittwoch wie geplant eingetroffen. Als das Hühnerauto beim Vivero halt machte, war die Aufregung der Señoritas groß und sie nahmen begeistert ihre Hühnerschar in Empfang. Die Hühnchen waren zu je 20st in Körbe eingepfercht. Nach der Öffnung dieser eroberten sie sehr zaghaft ihr neues Zuhause. Alle staunten und schauten. Danach wurde noch ein Wochenplan erstellt, wer wann für die Fütterung verantwortlich ist und besprochen, was die Hühnchen zum Überleben und Eierlegen brauchen. Abgesehen davon, dass letzte Woche das Futter ausging und die Hühnerschar 2 Tage fasten musste, da die Señoritas nicht wussten, was zu tun sei, scheint es ganz gut zu funktionieren. =)





Ein weiteres Highlight war der 12. Geburtstag der Gemeinde, der letztes Wochenende ausgiebigst mit Tanz, Lobpreis, Riesentorte und kleinen Häppchen, Hauskreispräsentationen, feurigen Worten des Apostel Dairo, Chance-Theaterstücken und anderen Darbietungen und einem „Castillo“ (=Feuerwerk, das an einem extra dafür aufgebauten Holzturm angezündet wird) zelebriert wurde. Nach einigem Durcheinander und hin und her, führten wir dann am Samstagabend neu eingekleidet mit frisch gefertigten Hauskreis-T-Shirts unsere You-Tube-Choreografie auf. Und hier könnt ihr uns bewundern.=)


Auch die Theaterstücke des Chance-Geburtstags wurden nochmal aus dem Gedächtnis gekramt, geprobt und vorgeführt. Ein Moment ist mir (Sarah) besonders in Erinnerung geblieben: Nachdem wir vom Chance-Team unser Stück generalgeprobt haben, schauten wir nach den Kids...es war so verdächtig still. Und da übte die wilde, ungehobelte Bande doch tatsächlich auch für sich...in voller Eintracht. Hach...isses nich schön=O).
Hier nun einige Eindrücke vom Samstagabend des 3-Tage-Festes.=)


die schicken Schauspieler

kleine Schoenheit aus dem Volke Israel





Der vergangene Freitag war in Peru ein Feiertag zur Erinnerung an die Heilige „Santa Rosa“. Was für Heiligkeiten sie verbrachte, konnten wir leider nicht in Erfahrung bringen. Da sich einige der Jugendlichen schon seit längerem eine Wanderung zum Kreuz gewünscht hatten, nutzten wir den freien Tag und stiefelten mit Fernando, Jorgaet, Keiko, Yaqueline, Rosario und Yenei früh um halb 6 los, um beim Aufstieg nicht allzusehr in der Sonne schwitzen zu müssen. Der Weg nach oben war ziemlich anstrengend, besonders auf den letzten Höhenmetern. Die Mädels und Jungs konnten sich irgendwie nicht auf einen gemeinsamen Weg einigen – wir kannten den Weg ja nicht – sodass wir  am Ende einfach querbergein auf dem wahrscheinlich steilsten „Weg“ nach oben geklettert sind. Für die arme Sarah mit ihrer Höhenangst war das natürlich eine enorme Herausforderung. Und irgendwann kam dann der Punkt, wo es für mich (Sarah) nicht mehr weiter ging. Ich beschloss zu warten, bis die anderen mich Angsthasen auf dem Rückweg wieder einsammelten. Doof nur, dass ein anderer Weg für den Abstieg genommen werden sollte. Schließlich einigten wir uns, dass Yaqui und Keiko unsere Rucksäcke trugen und Falko der Heldenehemann mich an der Hand nach oben führt. Uff....was bringt man nicht alles für Opfer...Ca. um 10h sind wir dann oben angekommen und haben uns erstmal gestärkt, ein bisschen gespielt und ausgeruht. Nach einigen Meinungsverschiedenheiten darüber, wann wir den Abstieg wagen, haben wir dann doch noch eine gemeinsame Lösung gefunden und sind gg. 13h, und damit in ziemlicher Wärme, wieder aufgebrochen. Dreimal haben wir uns insgesamt mit Sonnencreme eingerieben und wurden so fast von Sonnenbrand verschont! Gegen 16h sind wir dann wieder in San Luis angekommen, haben noch ein wenig mit den Eltern gequatscht, bevor wir dann nach Hause und unter die kalte Dusche (diesmal haben wir uns echt darauf gefreut) gesprungen sind. Fazit: Es war fürchterlich anstrengend für alle und auch gruppendynamisch nicht immer leicht, aber wir sind alle heil und gesund und froh (vor allem Sarah=) wieder unten angekommen. Trotz aller Schwierigkeiten merken wir immer wieder, wie wichtig es für die Kids ist ihre Wünsche und Vorstellungen ernst zu nehmen. Sie sind es eher gewohnt, dass viel versprochen, aber nur wenig realisiert wird, wodurch sie häufig misstrauisch sind. Gerade durch solche Aktionen wachsen die vertrauensvollen Beziehungen und wir hoffen, dass wir alle gestärkt aus dieser Erfahrung herausgegangen sind.

mit guter Laune rauf auf den Berg

vier der jungen Gipfelstuermer

endlich am Kreuz angekommen

Sarah mit der Stadt im Hintergrund

und beim Abstieg, unweit der Bruecke ueber den Fluss wohnen wir

und von der anderen Seite :)

und so schlimm war es in Wirklichkeit, ein Bild von unserem Zimmer


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